Sortimenter

Sortimenter
Sorte
»Art, Gattung; Güteklasse, Qualität«: Bei der Entlehnung dieses seit dem 16. Jh. allgemein üblichen Handelswortes sind frz. sorte »Art; Qualität« und entsprechend it. sorta, das selbst wohl aus dem Frz. stammt, gleichermaßen beteiligt. Ersteres gelangte bereits im 14. Jh. durch niederl. Vermittlung in den niederd. Sprachraum, während Letzteres seit dem 15. Jh. vom Oberd. her eindrang. – Quelle des frz. Wortes ist lat. sors (sortis) »Los‹stäbchen›; Stand, Rang« mit seiner im Spätlat. entwickelten Bedeutung »Art und Weise«. Über die etymologischen Zusammenhänge des lat. Wortes vgl. den Artikel Serie. – Dazu: sortieren »in ‹Güte›klassen einteilen, auslesen, sondern, ordnen« (16. Jh.; aus gleichbed. it. sortire, das seinerseits lat. sortiri »‹er›losen; auswählen« fortsetzt); Sortiment »Warenauswahl, Warenangebot« (Anfang 17. Jh.; aus gleichbed. älter it. sortimento), häufig auch als Kurzform für »Sortimentsbuchhandel« »Buchhandelszweig, der ein Sortiment von Büchern aus den verschiedensten Verlagen bereithält« gebraucht, und Sortimenter »Buchhändler im Sortimentsbuchhandel« (19. Jh.).

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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  • Sortimenter — Sor|ti|men|ter der; s, : Angehöriger des Sortimentsbuchhandels, Ladenbuchhändler …   Das große Fremdwörterbuch

  • Sortimenter — Sor|ti|mẹn|ter (Angehöriger des Sortimentsbuchhandels, Ladenbuchhändler) …   Die deutsche Rechtschreibung

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